Frauen: Ein blaues Wunder in Schwarz-Weiß

Kinners, vorab müssen wir etwas loswerden: Der heutige Spielbericht wird emotionaler werden als die letzte Neujahrsansprache von Angela Merkel. Also seid gewarnt, doch dazu später mehr…

Am heutigen Sonntag putzten sich unsere LOK Damen besonders heraus, denn es ging zum Auswärtsspiel nach Loschwitz. Man hatte die Chance in die Highsociety am Blauen Wunder aufzusteigen und wollte folglich imponieren. Standesgemäß reiste die LOKsche Dekadenz im breitaufgestellten LOK Fuhrpark an, sodass Luigi (treue Fans kennen unser LOK-WoMo bereits) zu Hause blieb. Die Anreise stellte so manche Spielerin bereits vor die erste Herausforderung des Tages, denn wie kam man bloß zu diesem Platz? Wir können euch beruhigen, alle kamen an, kein Auto landete in der Elbe und niemand versumpfte vorab im Körnergarten. In komplett neuer Formation und ganz nach der Devise: Einfach Ballern – startete der heutige Kick. Unser aus Leipzig geflüchtete Torgarant Patte setzte die Anweisungen unseres Starcoaches Dennis Ahnert bereits in der 8. Minute in die Tat um und schoß als gäb‘s kein Morgen mehr… halt leider nur am Tor vorbei. Doch Patte hatte heute Bock und fackelte einen nach dem anderen ab, mal an die Latte, mal zum Torwart und mal vorbei, wie es halt so ist bei der LOK. In der 40. Minute ereilte uns beinah ein Unglück: Eine Ecke von Loschwitz/Bischofswerda (im weiteren LoBi) landete irgendwie hinter unserer Torgadse Sandra im Tor… keiner wusste wie ihm geschah, doch zum Glück war der Ball scheinbar vorher im Aus. Das Tor zählte nicht und das erste Wunder des heutigen Tages nahm seinen Lauf. So ging es mit einem 0:0 in die Halbzeit. Die zweite Hälfte begann nicht so ganz im Sinne der LOK- Weibchen, denn in der 52. Minute erzielte LoBi durch einen Nachschuss nach einem Eckball das 1:0. Jeder treue LOK Fan weiß, dass solche Rückschläge warum auch immer das LOKsche Tiki-Taka Spiel beflügeln. Verena kam ihrem Ruf als Jawoll Verena nach und flitzte wie ein Nackidei den Flügel hinunter, legte auf Karpfenschuh-Freundin Saskia ab, die wiederum zu Fackelbarbara Tine durchsteckte. Tine fabrizierte einen Kullerball wie er im Buche steht und man munkelt, dass die Windverhältnisse, das Gefälle des Platzes und Judiths Atem den Ball über die Linie trugen. Genau dieser Atem war es, den unser musikalischer Wirbelwind Judith in der 63. Minute erneut einsetzte, um dem gegnerischen Torwart zu entfliehen und zum 1:2 einzuschieben.

Nun ja, es lief plötzlich und es begaben sich 10 Wunder-Minuten, an die man wohl noch in Generationen zurückdenken wird. Die LOK kam ins rollen und plötzlich performten alle wie junge Göttinnen. In der 65. Minute stieg abermals Torgarant Patte wie der Phönix aus der Asche auf und zielte abermals absichtlich auf die gegnerische Latte. Wie ein Rumpelstilzchen pirschte sich unsere Fackelbarbara Tine an und schob den abgeprallten Ball zum 1:3 ein. In der 67. Minute wiederholte sich das Spektakel, abermals dribbelte sich Jawoll Verena durch die gegnerische Abwehr und legte sozial wie eh und je auf Fackelbarbara Tine ab, die zum 1:4 einschob. Der LOKsche Wunderfußball endete in der 80. Minute als LoBi einen Elfmeter verwandelte und zum 2:4 Endstand traf. Und so endet das heutige LOK Märchen am Blauen Wunder mit einem Happy-End.

Doch nun zurück zum angekündigten emotionalen Teil des heutigen Spielberichts. Es schmerzt uns sehr, denn es war das letzte Spiel unserer beiden Sonnenscheine Gretje aka Flankengöttin und Doro aka Dönerdoris, die sich entschieden haben ablösefrei ins Ausland zu wechseln. Das große Geld lockt und eine Auslandserfahrung hat noch niemandem geschadet. Wir möchten es euch gleich tun und uns in Reimform von euch verabschieden:

Seit 2019 brilliertet ihr auf dem Platz,
doch auch drum rum machtet ihr stets Rabatz.
Doch nun ein paar Worte zu euch beiden,
denn ihr wollt nicht länger LOKlis bleiben:

Alle kennen Doro, na Logo!
Du ranntest unermüdlich übers Feld,
Denn Flitzen, das war deine Welt.
Als Allrounder spieltest du überall,
und sorgtest häufig für einen Knall.
Mal grätschtest du gegnerische Spieler um,
mal schnörkeltest du den Ball herum.
Deinen Hattrick werden wir nie vergessen,
denn deine Kopfbälle, die haben echt gesessen.
Doch auch neben dem Platz,
gabs stets nen lustigen Doro-Satz.
Deine Geschichten sorgten für so manchen Lacher,
deine Superspreader-Party war ein echter Kracher!
Du warst ein wahrer Strafenlord,
kamst häufig zu spät zum Spieleort.
Es klingelte in der Kasse unfassbar oft,
sodass sich Doro stets Rabatt erhofft.
Wir wünschen dir und Luigi eine gute Fahrt,
und hoffen diese wird nicht allzu hart.
Doch nun mit Starterkabel und Motorfeuer,
kann‘s losgehen zum großen Abenteuer!

Auch Gretje verdient noch einige Zeilen,
auch du sollst in den LOK Memorien verweilen.
Deine Flanken suchen ihresgleichen,
kaum eine kann dir das Wasser reichen.
Deine Übersicht und klugen Pässe,
werden wir wohl nicht vergessen.
Ob Abwehr, Sechser oder Zehner,
Gretje imponierte jedem Trainer.
Für deinen Antritt wurdest du oft gemobbt,
doch so ist das Leben als Flankengott.
Stets ein breites Lächeln auf den Lippen,
dein Dutt bei jedem Sprint am Wippen.
Mit Rat und Tat gabst du uns viel mit,
und war es ein Roland Kaiser-Hit.
Ein Witzchen da, ein Lacher dort,
die schlechte Laune war fix fort.
Nach dem Training noch ein Sterni,
das genoss Gretje allzu gerni.

Viel Spaß beim Reisen in ferne Lande,
wir freuen uns auf euch am Spielfeldrande!
Alles Gute, ihr zwei Chaoten!
Eure LOKlis!

Am heutigen Wunder waren beteiligt:

Sandra Schmidt als Torgadse
Romy Bittner als Rasier-Romy
Gretje Weißmann als Flankengöttin
Patricia Appel als Torgarant Patte
Verena Müller als Jawoll Verena
Julia Kron als LOK Legende Kroni
Saskia Hering als Karpfenschuh-Freundin Saskia
Dorothee Otte als Dönerdoris
Anke Güldner als LOK-Supermom
Judith Beckedorf als musikalischer Wirbelwind
Tine-Lise Braekow als Fackelbarbara
Rebecca Bachmeier als Baller-Becca

folge unserer Frauenmannschaft auf: folge unserer 1. Männermannschaft auf:
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